Windows 10: Sicherheitsupdates bis Oktober 2027. Was das für Sie bedeutet

Vielleicht haben Sie es irgendwo gelesen: „Im Oktober 2026 ist endgültig Schluss mit Windows 10.“ Das stand so in vielen Artikeln, und lange war es auch richtig. Inzwischen stimmt es aber nicht mehr. Microsoft hat im Sommer nachgelegt, und das hat kaum jemand mitbekommen.
Bevor jetzt also jemand kurz vor Weihnachten in Panik einen neuen Rechner kauft, sortieren wir das einmal in Ruhe.
Kurz zu mir, falls wir uns noch nicht kennen: Ich bin Stephen Brinkmann von BITS Weserbergland in Rinteln. Ich kenne die PC-Branche seit vielen Jahren von innen, auch als Entscheider. Heute helfe ich Menschen im Weserbergland und in Schaumburg mit ihrer Technik, vor Ort oder per Fernwartung. Dabei erkläre ich so, dass man es versteht, ohne Fachbegriffe.
Was ist passiert?
Der normale Support für Windows 10 endete bereits am 14. Oktober 2025. Seitdem gibt es für Privatgeräte eine Übergangslösung namens ESU, das steht für „Extended Security Updates“, also erweiterte Sicherheitsupdates. Ursprünglich sollte das Programm nach einem Jahr, am 13. Oktober 2026, auslaufen.
Im Juni hat Microsoft das geändert. Die Registrierung ist jetzt bis zum Programmende am 12. Oktober 2027 möglich, und wer schon registriert ist, bekommt die Updates automatisch weiter, ohne etwas tun zu müssen. Nachlesen können Sie das direkt bei Microsoft.
Wichtig ist dabei: ESU liefert nur kritische und wichtige Sicherheitsupdates. Neue Funktionen, Verbesserungen und technischer Support gehören nicht dazu. Windows 10 bleibt also, wie es ist. Es bleibt nur sicher.
Betrifft mich das?
Das finden Sie in einer Minute heraus. Drücken Sie gleichzeitig die Windows-Taste und R, tippen Sie „winver“ ein und drücken Sie Enter. Dann öffnet sich ein kleines Fenster mit Ihrer Windows-Version.
Steht dort Windows 11, können Sie hier aufhören zu lesen. Steht dort Windows 10, geht es so weiter:
Sie haben ESU schon aktiviert: Dann müssen Sie nichts tun. Die Updates laufen einfach weiter.
Sie haben ESU noch nicht aktiviert: Das ist nicht schlimm, Sie können sich weiterhin registrieren. Im Europäischen Wirtschaftsraum ist die Teilnahme gratis, wenn Sie sich mit einem Microsoft-Konto an Windows 10 anmelden. Ansonsten kostet es einmalig rund 30 Euro.
Sie nutzen den Rechner für Ihr Unternehmen: Dann gelten andere Regeln. Beim Business-ESU endet am 13. Oktober 2026 nur das erste von drei Jahren, und jedes weitere Jahr kostet extra. Hier lohnt sich ein genauerer Blick pro Gerät. Mehr dazu unter IT für Unternehmen.
Was tue ich jetzt?
Öffnen Sie die Einstellungen, dann „Update und Sicherheit“ und „Windows Update“. Dort sehen Sie, ob Ihr Gerät bereits für die erweiterten Sicherheitsupdates registriert ist. Falls nicht, finden Sie dort in der Regel den Hinweis zur Anmeldung.
Zwei Dinge sollten Sie dabei wissen. Ihr Windows 10 braucht die Version 22H2, die steht ebenfalls im winver-Fenster. Und Sie sollten Ihr Microsoft-Konto regelmäßig nutzen, denn wird es bis zu 60 Tage lang nicht zur Anmeldung verwendet, stellt Microsoft die ESU-Updates ein. Dann hilft eine erneute Anmeldung mit demselben Konto.
Ganz ehrlich: ESU ist eine Brücke, keine Dauerlösung. Aber eine Brücke, die Ihnen ein Jahr Zeit schenkt. Und dieses Jahr ist gerade mehr wert, als man denkt.
Warum ich gerade nicht zum Neukauf drängen würde
Was in der PC-Branche gerade passiert, habe ich so noch nicht erlebt. Arbeitsspeicher ist extrem teuer geworden. Ein Speicher-Kit mit 32 GB, das im Sommer 2025 noch rund 90 Dollar gekostet hat, liegt heute bei 375 bis 400 Dollar. Der Grund ist nicht, dass zu wenig produziert wird. Die großen Hersteller laufen auf Hochtouren, liefern ihre Produktion aber bevorzugt an KI-Rechenzentren statt in Notebooks und PCs.
Das merken Sie am Ende im Laden, denn die Preise für Laptops und PCs dürften insgesamt weiter steigen. Wer jetzt aus Angst vor einem Datum kauft, das sich gerade um ein Jahr verschoben hat, zahlt drauf.
Das heißt nicht, dass Sie nie etwas Neues kaufen sollen. Ich sage Ihnen nicht, was Sie tun sollen, sondern was Sie tun können. Und da gibt es mehr Möglichkeiten, als die Werbung vermuten lässt:
Auf Windows 11 wechseln, wenn Ihr Rechner das mitmacht. Ich prüfe das für Sie und übernehme den Umstieg samt Ihrer Daten, als Upgrade zum Pauschalpreis.
Windows 10 mit ESU weiter nutzen und die Entscheidung in Ruhe treffen, statt unter Zeitdruck. Die Einrichtung erledige ich gern für Sie.
Auf Linux umsteigen, wenn die Hardware für Windows 11 nicht mehr reicht. Dazu gleich mehr.
Neu kaufen, wenn es wirklich sinnvoll ist. Manchmal ist ein Gerät einfach am Ende, oder Sie brauchen etwas, das der alte Rechner nicht kann. Dann ist das völlig in Ordnung, und ich berate Sie ehrlich, was Sie wirklich brauchen und was nur gut klingt.
Wenn Windows 11 nicht mehr geht: Linux
Viele Rechner, die Windows 11 ablehnt, sind in Wahrheit noch gut in Schuss. Sie erfüllen nur Microsofts Anforderungen nicht. Für solche Geräte ist Linux oft die beste Lösung, zum Beispiel Linux Mint.
Linux ist kostenlos, bekommt weiterhin Sicherheitsupdates und läuft auch auf deutlich älteren Geräten oft erstaunlich flott. Selbst Rechner, die zehn Jahre und älter sind, bekommen damit häufig noch ein zweites Leben. Das spart nicht nur einen Neukauf, sondern oft auch den Ärger, sich an ein komplett neues Gerät gewöhnen zu müssen. Linux Mint sieht vielen vertrauter aus, als sie erwarten.
Surfen, E-Mails, Fotos, Briefe schreiben und Videotelefonie mit der Familie funktionieren damit problemlos. Ehrlich gesagt gibt es aber auch Grenzen: Manche Spezialprogramme oder ältere Drucker und Scanner machen nicht immer mit. Deshalb schaue ich mir vorher genau an, was Sie nutzen, und sage Ihnen offen, ob Linux für Sie passt.
Wenn es passt, kümmere ich mich um alles: Ich richte Linux ein, übertrage Ihre Fotos, Dokumente und Lesezeichen und erkläre Ihnen in Ruhe, wo Sie was finden. So lange, bis Sie sich sicher fühlen. Wer tiefer einsteigen möchte, ist in meinen Kleingruppen-Kursen zu Linux Mint gut aufgehoben. Und genau solche Umstiege mache ich auch regelmäßig ehrenamtlich im Repair Café Rinteln.
Ein Tipp für die Feiertage
Die Abende werden länger, und über Weihnachten sieht man sich in der Familie. Wenn Sie Ihre Eltern oder Großeltern besuchen, nehmen Sie sich fünf Minuten für deren Rechner. winver öffnen, kurz in Windows Update schauen, fertig. Das ist schneller erledigt als das Kaffeekochen und erspart im Zweifel eine Menge Ärger.
Und wenn dabei herauskommt, dass etwas getan werden muss, kann ich das auch übernehmen, gern direkt vor Ort bei Ihren Eltern.
Ich kümmere mich gern darum
Sie müssen sich mit all dem nicht allein herumschlagen. Egal ob Windows 11, ESU oder Linux: Ich schaue mir Ihren Rechner an, sage Ihnen ehrlich, ob er noch ein paar gute Jahre vor sich hat, und zeige Ihnen Ihre Möglichkeiten. Die Entscheidung treffen Sie, die Arbeit übernehme ich. Und am Ende wissen Sie, was gemacht wurde und warum.
Sie müssen auch nicht erst überlegen, ob Ihr Anliegen groß genug ist. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie einfach an oder schreiben Sie mir. Ein kurzes Gespräch klärt oft schon das meiste.